Medikamentensicherheit: Neue Studie zeigt Herausforderungen bei der Pflege zu Hause
Medikamentensicherheit: Worauf Angehörige bei der Pflege zu Hause achten sollten
Viele ältere Menschen nehmen regelmäßig mehrere Medikamente ein. Für pflegende Angehörige kann es deshalb eine Herausforderung sein, Einnahmezeiten, Verordnungen und notwendige Nachbestellungen im Blick zu behalten.
Eine aktuelle Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigt, vor welchen Herausforderungen pflegende Angehörige bei der Medikamentenversorgung zu Hause stehen.
Aktuelle Studie zeigt Probleme im Pflegealltag
Für die am 6. Oktober 2026 veröffentlichte Untersuchung wurden bundesweit 1.012 pflegende Angehörige befragt.
Die Ergebnisse zeigen: 50 Prozent der Befragten berichteten, dass die pflegebedürftige Person innerhalb der vergangenen sechs Monate Medikamente falsch oder gar nicht angewendet hatte. 19 Prozent berichteten von wiederholt aufgetretenen Problemen.
Außerdem gaben 26 Prozent an, dass es mehrfach Schwierigkeiten mit abgelaufenen oder nicht auffindbaren Medikamenten beziehungsweise fehlenden Rezepten gegeben habe.
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie anspruchsvoll die Organisation der Medikamentenversorgung im häuslichen Umfeld sein kann. Es handelt sich um die Erfahrungen und Beobachtungen der befragten Angehörigen, nicht um eine direkte Überprüfung sämtlicher Medikamenteneinnahmen. Stiftung ZQP
Fünf Tipps für mehr Sicherheit
Mit einer guten Organisation lassen sich viele Unsicherheiten im Alltag reduzieren:
- Medikamentenplan aktuell halten: Notieren Sie die verordneten Medikamente und die vorgesehenen Einnahmezeiten.
- Änderungen abstimmen: Nach einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt sollte geklärt werden, welche Medikamente weiterhin eingenommen werden sollen.
- Vorräte kontrollieren: Prüfen Sie regelmäßig, ob Medikamente rechtzeitig nachbestellt werden müssen und noch haltbar sind.
- Bei Unsicherheiten nachfragen: Ärztliche Praxen und Apotheken sind geeignete Ansprechpartner für Fragen zur Verordnung und Einnahme.
- Unterstützung organisieren: Wenn die Medikamenteneinnahme zunehmend schwierig wird, sollten Angehörige gemeinsam mit den behandelnden Fachpersonen klären, welche Hilfe erforderlich ist.
Wichtig: Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt, ausgetauscht oder in ihrer Dosierung verändert werden.
Mehr Sicherheit durch vorkonfektionierte Medikamente
Um die Medikamentenversorgung zu erleichtern und das Risiko von Fehlern beim täglichen Richten der Tabletten zu reduzieren, bietet der AAKO Pflegedienst gemeinsam mit seinen Partnern vorkonfektionierte Tabletten an.
Dabei werden die Medikamente entsprechend der vorliegenden Verordnung für die jeweiligen Einnahmezeitpunkte vorbereitet und übersichtlich zusammengestellt. Das manuelle Sortieren der einzelnen Tabletten durch Angehörige oder Pflegebedürftige entfällt dadurch.
Diese Unterstützung kann den Pflegealltag erleichtern, für mehr Übersicht sorgen und das Risiko von Verwechslungen beim eigenständigen Richten der Medikamente verringern.
Wichtig bleibt, dass die Medikamentenzusammenstellung auf einer aktuellen ärztlichen Verordnung basiert und Änderungen zeitnah berücksichtigt werden. Die vorkonfektionierte Bereitstellung kann die Arzneimittelversorgung sicherer und einfacher gestalten, ersetzt jedoch nicht die notwendige Kontrolle bei Änderungen oder Rückfragen.
Sie möchten mehr über diese Möglichkeit erfahren? Sprechen Sie uns gerne an. Wir informieren Sie über die Medikamentenversorgung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern und darüber, wie diese Unterstützung in die häusliche Pflege integriert werden kann.
Angehörige müssen nicht alles allein bewältigen
Die Pflege eines nahestehenden Menschen umfasst häufig zahlreiche Aufgaben. Neben der alltäglichen Betreuung müssen Angehörige Arzttermine koordinieren, Verordnungen im Blick behalten und auf Veränderungen des Gesundheitszustands achten.
Wer sich damit überfordert fühlt, sollte frühzeitig Unterstützung suchen. Je nach Situation können ärztliche Beratung, eine Überprüfung der Medikation durch eine Apotheke oder pflegerische Unterstützung sinnvoll sein.
Fazit: Eine gut organisierte Medikamentenversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege zu Hause. Bei Fragen oder Unsicherheiten sollten Angehörige geeignete Fachpersonen einbeziehen.